Wenn das Gehirn im Weltall aus dem Takt gerät

Magdeburger Neurowissenschaftlerin Dr. Luisa Fricke erhält Nachwuchsforschungspreis für Forschung zur kognitiven Leistungsfähigkeit unter Schwerelosigkeit

Reaktionen verlangsamen sich, Entscheidungen fallen schwerer, die Motorik verliert an Präzision. Astronautinnen und Astronauten müssen im All Entscheidungen treffen – unter Bedingungen, die nicht nur den Körper, sondern auch das Gehirn aus dem Takt bringen können. Die Forschung von Dr. Luisa Fricke vom Institut für Medizinische Psychologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg setzt genau hier an. Die Neurowissenschaftlerin untersucht, wie sich die geistige Leistungsfähigkeit von Astronautinnen und Astronauten unter Bedingungen der Schwerelosigkeit stabilisieren lässt – und wird dafür jetzt mit dem Nachwuchsforschungspreis der Medizinischen Fakultät Magdeburg in der Kategorie Biomedizinische Grundlagenforschung ausgezeichnet. Der Preis ist mit 7.500 Euro dotiert.

„Dr. Luisa Fricke verbindet in ihrer Forschung auf beeindruckende Weise neurowissenschaftliche Grundlagenforschung mit technologisch hochrelevanten und innovativen Fragestellungen. Solche interdisziplinären Ansätze zeigen, wie wichtig die gezielte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist. Wir freuen uns sehr, dass ihre Arbeit mit dem Nachwuchsforschungspreis ausgezeichnet wird“, Prof. Dr. Dr. Anne Albrecht, Prodekanin für Nachwuchsentwicklung und Chancengleichheit der Medizinischen Fakultät Magdeburg.

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Last Modification: 02.06.2026 -
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